Website erstellen lassen in Deutschland und den Niederlanden: Ratgeber für türkische Unternehmen
Worauf sollten türkische Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa achten, wenn sie eine Website, App oder individuelle Software beauftragen? Ein praktischer Ratgeber zu Sprache, Rechtspflichten, Vertrag und Lieferung.

Kurzfassung
Worauf sollten türkische Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa achten, wenn sie eine Website, App oder individuelle Software beauftragen? Ein praktischer Ratgeber zu Sprache, Rechtspflichten, Vertrag und Lieferung.
Wenn Sie in Deutschland, den Niederlanden, Österreich oder Belgien ein Restaurant, einen Friseursalon, ein Bauunternehmen, einen Supermarkt oder eine Beratung betreiben, suchen die meisten Kundinnen und Kunden Sie zuerst im Internet. Telefonisch reservieren, per WhatsApp nach dem Preis fragen und bei Google „in meiner Nähe" suchen gehört heute zum Alltag.
Trotzdem bleiben viele Betriebe bei der Webentwicklung an derselben Stelle hängen: Mit einer lokalen Agentur passen Sprache und Erwartungen nicht immer zusammen, bei einem Anbieter aus der Türkei gibt es oft Unsicherheit bei Vertrag, Rechnung und europäischen Rechtsvorschriften. In diesem Artikel gehen wir der Reihe nach durch, was ein türkisches Unternehmen in Europa klären sollte, bevor es eine Website beauftragt.
1. Klären Sie zuerst, was Sie brauchen
„Wir brauchen eine Website" kann sehr Unterschiedliches bedeuten. Wenn Sie diese Fragen vorab beantworten, lassen sich Angebote leichter vergleichen und das Projekt besser planen:
- Was soll die Website leisten? Nur das Unternehmen vorstellen oder auch Termine annehmen, Bestellungen sammeln oder Produkte verkaufen?
- Wer sind Ihre Kunden? Nur türkischsprachige Kundschaft oder auch deutsch- bzw. niederländischsprachige?
- Wie läuft das heute? Stehen Termine in einem Heft, gehen Bestellungen in WhatsApp-Chats verloren? Eine Website ist oft die beste Gelegenheit, hier Ordnung zu schaffen.
Manchmal geht der Bedarf über eine Website hinaus: individuelle Software wie ein Buchungssystem oder eine Online-Bestellseite, eine mobile App für Ihre Kunden oder ein Onlineshop. Wer das von Anfang an weiß, muss die Website später nicht neu bauen lassen.
2. Sprache: Türkisch, Landessprache oder beides?
Die meisten türkischen Unternehmen in Europa sprechen zwei Zielgruppen gleichzeitig an. Deshalb ist eine mehrsprachige Website meist die sinnvollste Lösung: Türkisch und die Sprache des Landes, in dem Sie tätig sind (Deutsch, Niederländisch oder Französisch).
Wichtig ist, dass der Text in der Landessprache nicht wie eine maschinelle Übersetzung klingt. Kundinnen und Kunden beurteilen beim Lesen, wie seriös Ihr Unternehmen ist. Eine muttersprachliche Prüfung der Übersetzungen ist für den ersten Eindruck entscheidend.
3. Rechtliche Pflichten in Europa nicht übersehen
Unternehmenswebsites in der Europäischen Union müssen bestimmte rechtliche Anforderungen erfüllen. Die häufigsten:
- Impressum: Vor allem in Deutschland und Österreich müssen die Unternehmensangaben gut sichtbar auf der Website stehen. In Deutschland regelt das § 5 Digitale-Dienste-Gesetz.
- Datenschutzerklärung und DSGVO: Nutzt Ihre Website Formulare, Analyse-Tools oder Cookies, müssen Sie erklären, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden. Der offizielle Text: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
- Cookie-Einwilligung: Analyse- und Werbe-Cookies erfordern die Zustimmung der Nutzer. Hintergründe finden Sie auf der Datenschutzseite der Europäischen Kommission.
Fehlen diese Punkte, drohen etwa Abmahnungen durch Wettbewerber oder Anwälte. Deshalb sollte der Anbieter Ihrer Website die europäischen Regeln kennen und die Seite entsprechend aufbauen. Für den Inhalt der Rechtstexte empfehlen wir eine rechtliche Beratung.
4. Umfang, Angebot und Liefertermin schriftlich festhalten
Die meisten Probleme in Website-Projekten entstehen durch Erwartungen, die nie klar besprochen wurden. Achten Sie vor dem Start darauf, dass Folgendes schriftlich vorliegt:
- Umfang: Wie viele Seiten, welche Sprachen, welche Funktionen (Formular, Terminbuchung, Bestellung, Blog usw.)
- Liefertermin: Welche Projektphase wann geliefert wird
- Korrekturschleifen: Wie viele Änderungsrunden für Design und Inhalte enthalten sind
- Eigentum: Wem Domain, Hosting und Quelldateien der Website gehören
- Danach: Wie Updates, Wartung und technischer Support geregelt sind
Die Zusammenarbeit mit einem in der Europäischen Union registrierten Unternehmen vereinfacht Vertrag und Rechnungsstellung; Buchhaltung und Steuern bleiben im Einklang mit den Regeln Ihres Landes.
5. Mobilfreundlichkeit und Geschwindigkeit sind Pflicht
Die meisten Kundinnen und Kunden besuchen Ihre Website mit dem Smartphone. Ob die Seite dort gut lesbar ist, schnell lädt und mit einem Fingertipp einen Anruf oder eine WhatsApp-Nachricht ermöglicht, entscheidet direkt darüber, wie viele Kunden Sie gewinnen. Öffnen Sie Referenzprojekte beim Angebotsvergleich auf Ihrem eigenen Handy; die Ladezeit können Sie zusätzlich mit Googles kostenlosem Tool PageSpeed Insights messen.
6. Von Anfang an richtig für Google aufsetzen
Bei Google gefunden zu werden ist nichts, was man nach dem Start nachrüstet; es beginnt mit dem Aufbau der Website. Saubere Seitentitel, eigene und klare URLs für jede Sprache, ein verknüpftes Google-Unternehmensprofil und schnell ladende Seiten beeinflussen direkt den Erfolg späterer SEO- oder Google-Ads-Maßnahmen.
So finden Sie den richtigen Anbieter
Achten Sie beim Vergleich der Angebote nicht nur auf den Preis:
- Kann der Anbieter in einer Sprache, die Sie verstehen, gut mit Ihnen kommunizieren?
- Kann er echte Projekte zeigen?
- Erhalten Sie Angebot und Liefertermin schriftlich?
- Kennt er die europäischen Rechtsvorschriften?
- Betreut er Sie auch nach dem Start weiter?
So arbeiten wir bei Kordevo
Kordevo Soft ist ein in Polen registriertes Softwareunternehmen. Wir entwickeln Firmenwebsites, mobile Apps und individuelle Software für Unternehmen in ganz Europa und kommunizieren mit unseren Kunden auch auf Türkisch. Jedes Projekt beginnt damit, den Bedarf zu verstehen; Umfang und Liefertermin halten wir in einem schriftlichen Angebot und Vertrag fest. Unsere Arbeiten finden Sie auf der Seite Projekte.
Sie haben ein Unternehmen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich oder Belgien und denken über eine Website, eine App oder ein eigenes System nach? Schreiben Sie uns. Zuerst hören wir zu, wie Ihr Betrieb heute arbeitet, dann legen wir gemeinsam fest, was passt.



